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 Betreff des Beitrags: Modellflug reglementierung
BeitragVerfasst: Fr 26. Feb 2016, 16:11 
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Registriert: Do 25. Jul 2013, 16:04
Beiträge: 20
Hallo ,
hier ein Pressebericht von heute bez. Modellflugreglementierung. Ich denke , jeder sollte hier seine Meinung dazu schreiben . Siehe Textende. :evil:


In Presse / 26. Februar 2016

bmviAm 25. Februar 2016 fand ein Gespräch des DMFV mit dem Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) Michael Odenwald in Berlin statt. Odenwald ist federführend für die Umsetzung der Pläne von Minister Alexander Dobrindt (CSU) verantwortlich, den Flugmodellbereich zu regulieren. Diese Pläne sehen unter anderem eine Flugobergrenze von 100 Meter für den gesamten Modellflugsport vor sowie das Verbot des Betriebs von Flugmodellen über 500 Gramm oder mit Kameraausstattung in Wohngebieten.

Durch das besondere Engagement der bayerischen DMFV-Mitgliedsvereine und der politischen Lobbyarbeit des DMFV kam dieses Treffen auf sehr hochrangiger Ebene nunmehr zustande. Neben Odenwald nahmen von Seiten des BMVI der zuständige Abteilungsleiter Luftfahrt, Ministerialdirektor Gerold Reichle, der Leiter Luftrecht Ministerialrat, Dieter von Elm, sowie vom Referat Luftrecht Erich Daum und Herr Niesen teil. Der DMFV war durch seinen Präsidenten Hans Schwägerl, Geschäftsführer Frank Weigand und Verbandsjustiziar Carl Sonnenschein vertreten

Gemeinsam mit seinen bayerischen Mitgliedsvereinen hatte der DMFV seit November 2015 in Bayern gegen die Flugobergrenze von 100 Metern mobil gemacht. In vielen Gesprächen mit Bundestags- und Landtagsabgeordneten der CSU sowie Landräten und Bürgermeistern im Freistaat Bayern wurde auf die Problematik für den Modellflug hingewiesen. Dies mit Erfolg, was sich darin zeigt, dass sowohl bei der Bayerischen Landesregierung wie auch beim Bundesverkehrsminister das Bewusstsein entstanden ist, dass die Interessen des Modellflugs berücksichtigt werden müssen.

Odenwald betonte, dass es nicht Ziel des Ministeriums sei, den Modellflugsport einzuschränken, man jedoch Handlungsbedarf sehe, da die Gefahrenlage im Luftfahrtbereich durch die hohe Zahl an Multikoptern und Drohnen in den letzten Jahren zugenommen habe. Systematisch gehören Multikopter, wenn sie zum Zwecke des Sports und der Freizeit betrieben werden, zu den Flugmodellen. Deshalb würde eine Trennung zwischen Multikoptern und klassischen Flugmodellen nach Ansicht des BMVI keine Lösung des Problems darstellen.

Der DMFV machte deutlich, dass die vermeintliche Gefahr durch Flugmodelle, insbesondere Multikopter, nicht durch die Zahlen des zuständigen Luftfahrt-Bundesamts (LBA) und der Deutschen Flugsicherung GmbH (DFS) belegt werden können. Auch die Schadenbilanz des DMFV zeigt, dass hier keinerlei Zunahme von Schäden in den letzten Jahren stattgefunden hat. Auch hat der DMFV deutlich gemacht, dass die Persönlichkeitsrechte Dritter bereits jetzt schon durch das Zivil- und Strafrecht umfassend geschützt sind. Der DMFV konnte darauf verweisen, dass die Europäische Agentur für Flugsicherheit seine Einschätzung teilt, dass der Modellflug über eine sehr gute Sicherheitsbilanz und über einen hochwertigen Ordnungsrahmen verfügt.

Das BMVI nahm die Argumente auf und schlug als Lösung vor, eine Möglichkeit zu eröffnen, in Ausnahmen auch über 100 Meter Höhe fliegen zu können. Dies sofern keine Gründe der öffentlichen Sicherheit und Ordnung entgegenstehen, könnte die zuständige Landesluftfahrtbehörde eine einmalige oder dauerhafte Ausnahmegenehmigung zum Betrieb von Flugmodellen in einer Höhe von über 100 Meter erteilen. Die organisatorischen Einzelheiten müssten hierbei noch diskutiert werden.

Die Vertreter des DMFV bewerteten dieses Angebot als kritisch und nicht ausreichend. Für diesen Vorschlag werde es schwierig, die nötige Akzeptanz beim DMFV zu erzeugen. Präsident Hans Schwägerl kündigte vor diesem Hintergrund weiteren Widerstand des DMFV und seiner Mitglieder an, sollte es hier keine modellflugfreundlichere Lösung geben. Mit dem erfolgten Meinungsaustausch auf hochrangig Ebene mit dem BMVI wurde durch den DMFV ein erstes wichtiges Signal für die Interessen der Modellflieger in Deutschland gesetzt. Michael Odenwald und Gerold Reichle sagten dem DMFV weitere Gespräche zu.

In diesem Zusammenhang bittet der DMFV um die Meinung seiner Verbandsmitglieder: Wie würden Sie die angebotene Lösung über eine „Ausnahmeregelung“ bewerten? Wäre Sie unter gewissen Umständen für Sie akzeptabel? Schreiben Sie uns an info@dmfv.aero oder per Post an Deutscher Modellflieger Verband, Rochusstraße 104-106, 53123 Bonn.


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 Betreff des Beitrags: Re: Modellflug reglementierung
BeitragVerfasst: Sa 27. Feb 2016, 14:22 
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Registriert: So 21. Sep 2014, 16:59
Beiträge: 12
Hallo Dieter,
vielen Dank für diese Information. Ich habe meinen Senf per Mail dazu abgegeben.
Diejenigen, die verantwortungslos mit einem Multikopter umgehen, werden sich wahrscheinlich so, oder so nicht an eine Höhenbegrenzung, geschweige denn an die Versicherungspflicht halten.
Da ich ja selbst Kopter baue und Fliege kann ich sagen, dass eine Höhenbegrenzung von 100m den verantwortungsbewussten Kopterpiloten nicht ernsthaft einschränken würde.
Meiner Ansicht nach, wäre es das beste eine Höhenbegrenzung für Flugmodelle mit mehr als zwei Rotoren einzuführen.

Grüße
Michel


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 Betreff des Beitrags: Re: Modellflug reglementierung
BeitragVerfasst: Sa 27. Feb 2016, 22:39 
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Registriert: Di 23. Jul 2013, 20:35
Beiträge: 8
Finde ich gut dass Du uns Mitglieder über das Vorhaben des BMVI informierst. Ich dachte, dass die Flughöhen-Regelung vom Tisch ist.
Ich sehe das weitgehenst ebenso wie Michael und habe mich beim DMFV gegen die 100m Regelung bzw. "Ausnahmeregelung" ausgesprochen.

Grüße Siegfried


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 Betreff des Beitrags: Re: Modellflug reglementierung
BeitragVerfasst: Di 5. Apr 2016, 20:04 
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Registriert: Do 25. Jul 2013, 16:04
Beiträge: 20
Hallo zusammen ,
der DMFV hat eine online-petition gestartet bzgl. der Reglementierung. Auf der Homepage des DMFV kann jeder seine Stimme abgegen.
Also , auf geht`s ! Auf die DMFV- seite gehn und teilnehmen. Thomas Bernhard hat das auch schon in die Gruppe geschickt.

Dieter


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